Die Vorlesung erschliesst die Vulgata als prägende lateinische Bibelübersetzung der Spätantike und als Produkt intensiver jüdisch‑christlicher Begegnungen. Im Fokus stehen Hieronymus’ Rückgriff auf den hebräischen Text, seine Distanz zur griechischen LXX, der ältesten griechischen Übersetzung des Alten Testaments, sowie der Einfluss jüdischer Auslegung. An aussagekräftigen Textbeispielen wird sein Ringen um Übersetzung und Interpretation lebendig.